Letzten Montag hieß es mal wieder Abschied nehmen, Abschied nehmen von unseren Freuden und der uns vertrauten Umgebung, nach fast 4 Monaten ist uns Sydney doch ganz schön ans Herz gewachsen. Jetzt geht es weiter, weiter Richtung Süden nach Canberra und weiter nach Melbourne. Nachdem unser Gepäck bis auf den letzten Quadratzentimeter in unser Auto gequetscht wurde konnte es endlich losgehen. Nach 3 Stunden Autofahrt erreichten wir die Hauptstadt Australiens. Leider war es schon dunkel sodass es erst einmal Zeit wurde eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Spätestens jetzt wurde uns klar, dass es so etwas wie ein Zuhause nicht mehr gibt. Schnell wurde unser kleines Auto in ein Zwei-Mann-Zelt umfunktioniert und wir verbrachten die Nacht auf einem Autositz am Stadtrand von Canberra. Am nächsten Tag wurde noch schnell das Parlament von Australien besucht und dann ging es weiter Richtung Pazifik um entlang der Küste nach Melbourne zu fahren (weitere 800km!). Die Fahrt an der Küste erwies sich als wenig spektakulär, das Meer bekam man nur sporadisch zu Gesicht, da die Straße ca. 10 km landeinwärts verlief und außerdem lagen keine großartigen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg. In unserer zweiten Nacht übernachteten wir in Tathra einem kleinen Fischerort an der Küste, mal wieder im Auto. Diesmal mussten die Strandduschen für unsere hygienischen Bedürfnisse herhalten, nicht gerade angenehm. Unser Leben in Sydney kam uns so weit weg vor wie das Wasser in der Wüste. Frisch geduscht und halbwegs erholt ging es den nächsten Tag weiter, wieder endlose Kilometer auf der Landstraße durch alle möglichen Klimazonen, wie Regenwald, Steppe und europäische Graslandschaften immer mit der Hoffnung, dass unser Auto nicht den Geist aufgibt und zwischen den teilweise 50 – 100km entfernten Ortschaften liegen bleibt. Wieder sind wir gefahren bis zu Dämmerung und es wurde Zeit uns ein erneut Schlafplatz zu suchen, wie jeden Abend. Diesmal entschieden wir uns für den Ninety Mile Beach der bis auf das windige Wetter und die vielen Moskitos eine gute Wahl war. Damit wären wir bei der dritten Nacht im Auto, allerdings war Melbourne nur noch ca. 300km entfernt sodass wir endlich wieder Aussicht auf ein weiches Bett und eine Dusche hatten. Es schien also die letzte Nacht im Auto gewesen zu sein, doch nachdem wir am späten Nachmittag Melbourne, es ist bereits Donnerstag, erreichten wurden unsere Hoffnungen nicht erfüllt. Alle Hostels waren bereits ausgebucht. Nicht schon wieder eine Nacht im Auto! Allerdings reservierten wir uns mehrere Nächte in einem Hostel in der Nähe von Melbournes Backpackerviertel St. Kilda für den nächsten Tag. Also wieder aus der Stadt herausfahren und einen Schlafplatz suchen. Ungefähr eine Stunde südlich von Melbourne wurden wir fündig auf einer Wiese zwischen unzähligen Farmen. Diesmal ist es garantiert die letzte Nacht im Auto denn ab morgen schlafen wir definitiv wieder in einem Bett!
Viele Grüße
Benni und Miguel





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Follow-up comment rss or Leave a TrackbackAlder wie harte müsst ihr für die Bilder gewesen sein??? Hamma… wie gern wäre ich dabei gewesen… ich hoff ihr wisst dass ihr mit mir im sommer auch so was machen müsst klar???
[...] Skyline von Melbourne spricht für sich selbst und zeigt auch die die Größe Melbournes. Die vielen kleinen [...]